(ง •̀_•́)ง ผ(•̀_•́ผ)

Pizza wie beim Italiener

Vor über einem Jahr hab ich mich tierisch darüber geärgert das die bestellte Pizza wieder einmal ungenießbar ist. Dicker papiger Teig, mit billig Käse und Belag was nach garnichts schmeckt. Wie geht das? Ich mein, das muss man erstmal hinbekommen. Dabei schwankt die Qualität unabhängig vom Preis. Eine 6€ Pizza kann besser sein als eine 8€ Pizza. Damals hatte ich nur einen brauchbaren Pizza Lieferdienst der den Namen Pizza Lieferdienst verdient hat. Jetzt Wohne ich nicht mehr im Liefergebiet. Daher musste ich selbst lernen wie man eine gute Pizza herstellt...

Wenn man kein Koch ist und auch sonst mit Teig sogut wie kein Kontakt hatte, muss man von Null anfangen. Daher war ich Dankbar über Pizza Rezepte auf Chefkoch.de. Ich habe jede menge Rezepte verglichen und mir einige Youtube Videos zum Thema Pizza bzw. Pizzateig angeschaut. Ich bin zu dem schluss gekommen das die Grundlagen gleich sind, aber das es letztendlich jeder etwas anders macht. Und damit meine ich alles, also Teig, Tomatensoße und Belegung. Dabei machen die kleinen Details den Unterschied. Dabei möchte ich auch meine Erfahrungen zu den ganzen Empfehlungen teilen die ich im laufe der Zeit im Internet gefunden habe.

Das Grundrezept habe ich auf Chefkoch.de gefunden.

Der Teig

Menge reicht etwa für 6x 32cm Pizzen

  • 500 ml Wasser, lauwarmes
  • 925 g Mehl Typ 405, glattes
  • 40 g Frischhefe
  • 20 g Salz
  • 25 ml Olivenöl
  • 1 Prise(n) Zucker

Man nehme eine Schüssel und füllt dieses mit dem Mehl Typ 405. Dann nimmt man lauwarmes Wasser, bröselt die Frischhefe unter, gibt das Salz und eine prise Zucker hinein und rührt dieses um. Jetzt kann man das Wasser und das Öl in das Mehl geben. Den Teig kneten bis dieser geschmeidig ist. Danach den Teig zu einem "Zylinder" Formen und in 6 gleichgroße Teile teilen und in Kugeln formen. Die Teile mit einem feuchten Küchentuch oder Folie abdecken und mindestens 2 Stunden ruhen lassen.

Erfahrung/Meinung: Oft wird empfohlen den Teig etwa 30 Minuten zu Kneten. 30 Minuten hört sich nicht lange an, aber mit der Hand ist das ein Kraftakt. Meine Erfahrung ist das es schon einen Unterschied macht ob man ihn nur 5 Minuten knetet oder 15 Minuten. Aber 30 Minuten halte ich für übertrieben. Beim Teig empfiehlt sich eine Küchenmaschine* die einem das Kneten abnimmt. Extra Pizza Mehl wie einige meinen, ist nicht notwendig. Ich habe es ausprobiert und konnte keinen Unterschied feststellen. Auch ob das Mehl 405 von Aldi oder Rewe kommt, beim Pizzateig macht das kein Unterschied. Statt Frischehefe kann man auch Trockenhefe nehmen. Geschmacklich konnte ich keinen Unterschied feststellen. Aber die Frischehefe reagiert schneller und damit geht der Teig schneller auf. Empfohlen wird oft das der Teig 2 Tage ruhen sollte. Wenn der Teig 2 Tage ruht geht er besser auf im Backofen. Der Geschmack wird in der Tat besser. Der Teig lässt sich auch viel besser verarbeiten. Aber es ist kein muss. Man kann den Teig direkt zu Pizzen weiter Verarbeiten. Jedoch sollte der Teig trotzdem mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen. Wenn man den Pizzateig nicht ruhen lässt, lässt sich der Pizzateig nur schwer ausrollen. Beim ruhen nimmt der Teig Volumen an. Wegen dem Volumen lässt sich der Teig gut zu einem runden Pizzateig ausrollen. Beim ausrollen sollte man auf keinen Fall einen Teigroller benutzen. Der Teigroller drückt die Luft aus dem Teig. Dadurch wird der Teig beim Backen hard und kann nicht aufgehen. Man sollte den Teig eher auseinander drücken und ziehen. Dann wird der Teig viel Luftiger und Knuspriger. Und der Teig ist mit abstand das wichtigste an einer Pizza.

Die Tomaten Soße

Man nehme einen Topf und gibt diesem etwa 20-30ml Ölivenöl hinein. Erhitzt diesen leicht. Nun kann man man etwa 20-30g Tomatenmarkt hinzugeben sowie frisch zerkleinerten Knoblauch. Eine kleine Zehe ist ausreichend. Dieses lässt man unter schwacher hitze etwas brutzeln. Nach etwa 10 Minuten gibt man passierte Tomaten 500ml hinzu sowie etwas Salz. Jetzt gibt man frisches klein gehacktes Basilikum hinzu und lasst dieses unter schwacher hitze köcheln.

Erfahrung/Meinung: Das Olivenöl, Knoblauch und das Basilikum geben der Tomatensoße ein feines Aroma. Im Supermarkt gibt es in Dosen Pizza Tomaten. Dieses ist jedoch zu flüssig und nicht Tomatig genug. Passierte Tomaten eignet sich besser da der geschmack intensiver ist und die soße nicht so flüssig ist. Beim auftragen auf den Teig benötigt man auch nicht zuviel von der Soße. Daher ist es auch besser wenn die Soße etwas dickflüssiger ist. Wenn die Soße ein Aroma hat, schmeckt die Pizza besser. Mit nur Tomatensoße schmeckt die Pizza nicht so Intensiv. Beim Basilikum sollte man frischen nehmen da das Aroma fein und intensiv ist. Getrocknetes Basilikum kann man nehmen ist jedoch bei weitem nicht so Aromatisch wie frischer Basilikum.

Der Belag

Beim Belag kann man fast alles verwenden. Einige Kombination schmecken besonders gut. Hier einige Vorschläge:

  • Käsepizza, Tomatensoße + Mozzarella + Parmesankäse
  • Thunfischpizza, Tomatensoße + Zwiebeln + Thunfisch + Goudakäse
  • Gemüsepizza, Tomatensoße + Paprika (Rot,Grün,Gelb) + Zwiebeln + Mais + Peperoni + Goudakäse
  • Salamipizza, Tomatensoße + Salami + Goudakäse

Erfahrung/Meinung: Natürlich kann man den Belag frei erweitern oder ändern. Man sollte nur nicht zu viel Belag drauf legen. Bei einer guten Pizza sollte das Verhältnis stimmen. Zuviel Käse oder Belag "verdierbt" eine Pizza. Besser ist es weniger, dafür aber qualitativ bessere Zutaten zu nehmen. z.B. nehme ich für die Thunfisch Pizza nur besseren Thunfisch von Saupiquet. Es ist deutlich teurer aber der Thunfisch schmeckt auch viel besser. Mozarella, Parmesan und Goudakäse sollte man als ganzes kaufen und nicht fertig geraspelt. In ganzen Stücken ist der Käse Frischer und Aromatischer. Auch für den Belag ist eine Küchenmaschine* von Vorteil.

Die Vorbereitung

Ich habe es mir zu gewohnheit gemacht den Pizzateig und den Belag vorzubereiten. Ich benutze Pizzableche* auf denen ich den Teig bereits ausgelegt habe. Das hat den Vorteil das man die Pizza nur noch Belegen muss und in den Ofen schieben kann. Weil der Pizzateig auf dem Blechen liegt, kann man eine Pizza nach der anderen in den Ofen schieben ohne mit Pizzaschibern oder der gleichen rum zu fummeln. Ich habe es auch mal mit einem Pizzastein ausprobiert. Ich konnte nur einen sehr geringen Unterschied feststellen, aber die Pizza auf den Stein zu bekommen und wieder vom Stein runter zu nehmen ist unpraktisch und dauert einfach zu lange. Es ist einfach nicht praktikabel. Den Backofen auf Unter und Oberhitzer auf maximum stellen. Jetzt muss man schauen ob man die Pizza mittig oder weiter unten stellt. Das kann von Backofen zu Backofen anders ausfallen und bedarf etwas Erfahrung. Ich benutze ein großes Schneidebrett und hab es in der Tisch mitte. Wenn eine Pizza fertig ist lege ich die Pizza auf das Schneidebrett und Teile diese. Eine neue Pizza schiebt man währenddessen in den Ofen und kann die fertige Pizza essen. Das hat sich als Praktikabel herrausgestellt ohne auf Qualität zu verzichten.

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